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Unten grau - oben blau, so lautet wieder einmal der Wetterbericht. Ideale Verhältnisse um noch einmal dem Meiental einen Besuch abzustatten. Im Gegensatz zu den vergangenen 14 Tagen sind in Gorezmettlen diesmal mehr Wagen parkiert. Die ersten Höhenmeter im Aufstieg zur Seewenhütte legen wir im Färnigenwald zurück. In Rieter erreichen wir die Waldgrenze und stellen fest, dass wir heute nicht allein am Gipfel sein werden. Gut zwei Dutzend Skitouristen sind vor- und hinter uns im Aufstieg. Die Aufsteigshänge entlang dem Hoch Seewen sind steil und der tragende Untergrund von einer feinen Neuschneeschicht bedeckt. Dank den Harscheisen rutschen wir nicht seitwärts weg.
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Der Blick auf den Seewenzwächten verspricht eine super Abfahrt. Einige Skitouristen haben schon ihre Spuren hinterlassen, doch es bleibt noch unglaublich viel Platz zum Ziehen von neuen Spuren übrig. Lisbeth bleibt im Skidepot während ich dem Gipfel einen Besuch abstatte. Der Aufstieg vom Skidepot zum rund 80 Höhenmeter höher gelegenen Gipfel ist stellenweise ausgesetzt. Die Spur im Gipfelgrat ist jedoch gut, wenn auch an zwei, drei Stellen etwas vereist. Da gibt der Eispickel Sicherheit. Leider ist die Aussicht am Gipfel etwas leingeschränkt. Eine Wolkenbank liegt auf ca. 3100 m auf, so dass die Gipfel der nörlich gelegenen Spannörter und des Titlis nicht zu sehen sind. Dafür zeigen sich Zwächten und Krönten im Sonnenschein.
In der Abfahrt folgen wir nicht der Aufsteigspur, sondern traversieren die Westhänge des Miesplanggenstocks und stechen dann die wenig zerfahrenen Hänge zum Seewensee runter. Pulverschnee auf einer meist tragenden Unterlagen beloht uns für diese Variantenwahl. Statt die Abfahrt durch den Färnigenwald entscheiden wir uns für die Abfahrt östlich des Seebachs bis zur Passstrasse runter. Ein richtiger Entschluss,wie unzählige genussvolle Schwüngen beweisen. Da nimmt man die 2 km Rückmarsch auf der Passstrasse zum Auto gerne in Kauf.
Höhendifferenz ca. 1450 m.
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