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10. Februar 2008
Die Besteigung des Wandelhorns via Hochmoor wird anscheinend nicht allzuoft gemacht. Auch der Aufstieg nach Kaltenbrunnen via Seilisalp liegt abseits ausgetretener Aufstiegsspuren. So kommt es, dass wir in der oberen Seilisalp einen Auerhahn bei der Balz beobachten können - ein seltenes Naturschauspiel. Über das Hochmoor ist weit und breit keine Spur zu sehen. Es ist immer wieder ein besonderes Gefühl, die erste Spur in eine unberührte weisse Flächen zu legen. Der Aufstieg zum Wandelhorn ab der oberen Wandelalp ist steil und der prallen Sonne ausgesetzt. Der Schweiss fliesst in Strömen. Plötzlich nehmen wir am Grindelgrat den Abbruch einer Wächte wahr. Wenn da nur niemand runtergestürzt ist geht es mir durch den Kopf. Wie wir den Gipfel erreichen hören wie das Knattern eines Helikopters. Er such den gegenüberliegenden Schattenhang ab und setzt eine Person bei einem kaum sichtbaren schwarzen Punkt ab. Automatisch schlägt der Puls etwas höher. Da hat sich doch ein Unglück ereignet. Nach einer Zwischenlandung im Talkessel der Wandelalp nimmt der Heli die abgesetzte Person wieder auf und fliegt schnurstracks nach Meiringen runter. Nach dem Gipfelföteli steht die die Abfahrt bis in die Falchere runteran. Der Schnee ist im Gipfelhang bereits schwer und pappig und in den Schattenhängen leicht bruchharstig. Was an Schneequalität fehlt macht die wilde Kulisse wett. Zum Glück bieten uns andere Skitüüreler eine Fahrt ins Zwirgi an, so dass wir die Tour nicht mit einem Fuss marsch beenden müssen. Im Zwirgi treffen wir auf Werner Lüthi - er erzählt uns, dass am Gipfel des Grindelgrates ein Hund über die Wächte gestürzt sei. Nun ist das Rätsel gelöst - zum Glück " ein Hund und kein Mensch!" Unterwegs mit Lisbeth
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3. Februar 2008
Eigentlich war in den Clubnachrichten des SAC Oberaargau die Dent de Lys im Greyerzerland ausgeschrieben gewesen. Doch der Neuschneefall und die prekären Schneeverhältnisse unterhalb 1400m liessen einen Zielwechsel vernünftig erscheinen. Beim Start im Muscherenschlund ist es empfindlich kalt. Kunstvolle Schneekristallhäubchen zierten die Zaunpfosten entlang dem Weg zum Chännelgantrisch. In der Höhe orgelt der Föhn und treibt lange Schneefahnen über die Grate. Ab dem Chüearnisch sind wir der Wucht des Windes voll ausgesetzt. Die Steilstufe bis zum Gipfelhang des Schafarnisch ist nahezu aper, so dass wir die Skier über dieses Stück hochtragen. Der heftige aber doch nicht zu kalte Wind lädt nicht zu einer Gipfelrast ein. Trotzdem betrachten wir fasziniert das Schauspiel, welches uns die Natur bietet. Man wähnt sich auf einer Klippe am Meer zu stehen. Wie Gischt stiebt der Schnee über Grate und Kreten - von der Diablerets im Westen bis ins Jungfraugebiet. Und trotz Sturm ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Die Verhältnisse in der Abfahrt sind besser als befürchtet. Der Neuschnee ist glücklicherweise noch nicht zu stark windgepresst. Mit von der Partie: Markus Anderegg, Sandra Trachsel, Silvia Heutschi, Heinz Probst
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26. Januar 2008
Es gibt verschiedene Wege um aus dem Unterland an den Hasliberg zu kommen. Überlicherweise fährt man auf den Brünig und folgt dann der gut ausgebauten Strasse durch die Ortsteile Hohfluh, Wasserwendi, Goldern nach Reuti. Etwas spezieller ist der Weg, den ich mir ausgesucht habe. Mit Bahn und Postauto erreiche im kurz nach dem Mittag die Stöckalp im Grossen Melchtal. Der Parkplatz am Talende ist bis auf den letzten Platz besetzt - das Skigebiet Melchseefrutt hat einen "Bombentag". Die Gondelbahn bringt mich auf Melchseefrutt. Vor der Station klebe ich die Felle auf die Skier und beginne die Traverse an den Fuss der Hänge, welche vom Abgschütz zur Frutt runterziehen. Der Untergrund ist eisig. Die dünne Neuschneeschicht schlecht mit der Altschneedecke verbunden, so dass ich immer wieder wegrutsche. Vom Abgschütz aus wirds nun etwas deftiger. Die West - Südwesthänge des Hohstollen sind unregelmässig verschneit, der Untergrund zum Teil vereist und ich befinde mich im steilen Gelände. Mehrmals muss ich die Skier losschnallen und zu Fuss weitergehen. Ausrutschen ist in dieser Flanke verboten. Gegen vier Uhr bin ich am Gipfel des Hohstollen und verewige meinen Besuch im Gipfelbuch. Wenn man diesem Dokument glauben darf, bin ich der erste Besucher im 2008. Der letzte Besuch datiert vom 27. Dezember 07. Die Abfahrt zum Hohsträss ist im obersten Teil steil und abschnittweise aper. Erneut heisst es die Skier kurz tragen. Peter und Lisbeth spielen auf Hochsträss das Emfangskommitée. Das grosse Bier auf Käserstatt löscht den ärgsten Durst.
27. Januar 2008
Wir haben den Wildgärst als Tagesziel ausgewählt. Die Strasse ins Rosenlaui ist grösstenteils schneebedeckt aber dank 4X4 problemlos zu befahren. Der Aufmarsch an Tüürler in der Schwarzwaldalp hält sich in Grenzen. Zügig steigen Lisbeth und ich dem Wildgärst zu. Je höher wir kommen, umso stärker bläst der böige und doch verhältnissmässig milde Nordwestwind. Kurz unter dem Skidepot wähnt man sich in einer Peelingkur. Die pfeilschnellen Eiskristalle lassen die Kopfhaut taub werden. Wir verzichten auf den Gipfel - das schneelose Geröllfeld über die letzten 150 Höhenmeter ist wenig attraktiv. Stattdessen beginnen wir als eine der ersten Gruppen die Abfahrt durchs Wischbäch und können von unzerpflügten Pulverhängen profitieren. Der Entscheid war richtig - schon bald verdecken Schleierwolken die Sonne und verwischen die Kontoren auf der Schneedecke. Zum Glück sind wir zu diesem Zeitpunkt bereits kurz vor dem Ausgangspunkt Schwarzwaldalp.
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25. / 26. Dezember 2007
An Weihnachten ist rekognoszieren angesagt. Bis auf 1400 m liegt in den Freiburgeralpen erstaunlich wenig Schnee. Deutlich wird mir dies beim Aufstieg zum Les Merlas bewusst. Die Spur ist bereits vereist - der südexponierte Schnee oberflächlich verfirnt. Dafür hat der NE-Hang zum Chalet de Merlas runter noch Pulverschnee auf Lager. Die Abfahrt vom Le Van zum Chalet de Tsermon ist alles anderes als genussvoll. Steine und apere Stellen dominieren das Bild. Dafür ist der Tsermon vielversprechend. Die Abfahrt von diesem Gipfel ist erste Sahne. Erst im untersten Teil wird der Schnee schwer. Für die Abfahrt wähle ich die Alpstrasse zurück zum Auto. 1600 m Hd
Am Stefanstag sind wir zu 17. unterwegs. Les Merlas und Le Van stehen auf dem Programm der letzten SAC Oberaargau Tour des Jahres 2007. 1240 m Hd.
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22. Dezember 2007
Bei dieser Tour ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Schon seit Jahren habe ich auf die Verhältnisse gewartet, welche die Türmlihornrundtour zuhinterst in der Chiley ermöglichen würden. Drei Tage vor Weihnachten waren nun die Verhältnisse perfekt. Eine stabile, gut gesetzte Schneedecke, mässige Schneebrettgefahr, Pulverschnee in den Schatthängen und Begleiterinnen und Begleiter, welche der Tour konditionell und skitechnisch gewachsen sind.
Vom Parkplatz im Filderich sind wir kurz vor 9 Uhr aufgebrochen. Noch lag der ganze Chileykessel im Schatten. Vor uns waren bereits zwei Dreiergruppen im Aufstieg zum Landvogtehore. Ihnen verdankten wir eine Traumspur. Schön gleichmässig und nicht zu steil. So gewannen wir rasch an Höhe. Oberhalb von 2100 m war die Schneeoberfläche stark vom Wind geformt und stellenweise windgepresst. Erst ein paar Meter unterhalb des Gipfels streiften uns zum ersten Mal ein paar Sonnenstrahlen. Die Rundsicht vom Landvogtehore und der Tiefblick auf die Talschaft von Adelboden sind eindrücklich. Wir waren wohl die ersten, welche dieses Jahr das Rügge Täli und die Steilstufe runter ins Färmeltal befahren haben. Während wir im oberen Teil mit Wind- und Bruchharst zu kämpfen hatten, war der untere Teil trotz Westexposition noch pulvrig. Die Pulververhältnisse hätten eingeladen, bis weit ins Färmeltal runter zu fahren, aber auf 1850 m stoppten wir und schnallten die Felle wieder auf die Skier. Der folgende Aufstieg in den Grat zwischen Rauflihorn und Türmlihorn erfolgte im prallen Sonnenschein und brachte uns gehörig ins Schwitzen. Als Challange gestaltete sich das Überwinden der in den Abfahrtshang ausladenden Gratwächte. Mit der Lawinenschaufel hoben wir uns einen Graben aus, der uns den Zugang zum Osthang eröffnete. Richtig zum laut Jauchzen war die Abfahrt über den im oberen Teil über 35° steilen Steinbodenhang. Hie und da ein Windharstdeckel aber sonst Pulverschnee vom Feinsten.
Mit von der Partie: Ursula Rütti, Leander Metry, Dani Freudiger, Dani Christen, Jörg Kohler, André Beyeler Höhendifferenz: 1650 m
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16. Dezember 2007
Leider sind die Wetterverhältnisse nicht so ideal wie am Vortag, als wir in Inner Brötschgen mit dem Aufstieg zum dominanten Gipfel oberhalb von Frutigen beginnen. Der Hochnebel liegt auf 1500 m an und nur von Zeit zu Zeit erhascht man einen Blick auf die sonnenbeschienenen Gipfel der Niesenkette. Dank einer ausgezeichneten Spur gewinnen wir rasch an Höhe. Auf der Mäggisseregg gönnen wir uns oberhalb des Nebelmeers eine Znünipause. Die Hänge werden nun zunehmend steiler. Erstaunlicherweise bläst keine Bise. Es ist sogar angenehm warm. Nach nur drei Stunden stehen wir bereits auf dem Gipfel des Mäggisserhore und geniessen die Rundsicht - besonders die Sicht aufs Nebelmeer. Die Abfahrt ist genial. Im Gipfelhang etwas Windharsch aber dann druchwegs guter Pulverschnee bis nach Frutigen runter. Mit von der Partie: Ursula Rütti und Leander Metry Hd 1420 m
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15. Dezember 2007
Der Wetterbericht meldet zähen Hochnebel. So harre ich bis 8 Uhr zu Hause aus und konsultiere die diversen Webcams der Skigebiete bevor ich mich für einen Gipfel entscheide. Die Wahl fällt auf den Bunderspitz, da die Nebel im Gegensatz zur Innerschweiz das Engstligental verschonen. Im Aufstieg bin ich in guter Gesellschaft - ganze Heerscharen Tüüreler sind unterwegs. Als ÖV Tour ist der Bonderspitz besonders geeignet. Die starke Bise ziert die Gipfel und Grate mit langen Schneefahnen. Je höher ich komme, umso schneidender wird der Wind. Im Gipfelhang heisst es sogar die Windjacke überziehen - da reicht die Funktionalität des Windstopper Pullovers nicht mehr aus. Am Gipfel mache ich kurzen Prozess. Blick in die Runde. Felle weg. Schnallen schliessen und sofort abfahren. Die windexponierten Hänge weisen bereits einen leichten Winddeckel auf. Dafür sind die Hänge ab der Bundealp herrlich zu fahren. Solo unterwegs Hd 1350 m
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14. Dezember 2007
Nach den intensiven Schneefällen von Anfangs Woche sind die Verhältnisse ideal für die Galmschibe. Besonders wenn man sich den Vormittag freinehmen kann. Es ist kalt im Filderich beim Losmarschieren. Erst oberhalb des Galmhüttli gelangen wir an die Sonne. Der Schnee liegt locker und in üppiger Menge. Nach einem kurzen Abstecher auf den Gipfel machen wir uns an die Abfahrt. Pulverschnee vom Feinsten. Da lacht das Herz. Der Scherizug weist bereits drei Abfahrtsspuren auf - wir fügen zwei weitere dazu. So ideale Verhältnisse habe ich an der Galmschibe und im Scherizug bei über einem Dutzend Besuche noch nie angetroffen! Mit Lisbeth unterwegs Hd ab Filderich 1070 m
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18. November 2007
Nach einem zu warmen und trockenen Oktober schüttelte Frau Holle nach dem 12. November bei tiefen Temperaturen gewaltig die Kissen aus. Im Muothatal liegen auf 1000 m bereits 60 cm Neuschnee. 1000 Höhenmeter weiter oben beträgt die Schneehöhe über 1,2 m. Da lacht das Tüürelerherz. Beim Start in Schwarzenbach zeigt das Auto-Thermometer tiefwinterliche -14° C an. Glücklicherweise steigt die Temperatur mit zunehmender Höhe. Zusammen mit Fredi Rütti und seiner Crew geniesse ich die erste Skitour der Saison. Die Schneequalität bei der Abfahrt lässt keine Wünsche offen. Wenn uns die weisse Pracht nur möglichst lange erhalten bleibt.
Bilder sind auch auf Ruettisurf.ch zu sehen.
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